ProChrist 2003
Vorab ein bißchen Geschichte:
Billy Graham, ein Verkündiger aus den USA hat damals 1993 das Wagnis unternommen, ganz offen in Europa von und über Jesus reden zu wollen.
Er kam nach Deutschland, denn die Gruga-Halle in Essen sollte der Ort der zentralen Verkündigungsveranstaltung sein, die per Satellit in ganz Europa übertragen wurde. Die "Außenorte" haben dann per Satellitenschüssel und Projektor Billy Graham zu sich in ihren Ort geholt.
Weil das damals einen so durchschlagenden Erfolg hatte (es haben sich viele Menschen bekehrt), wollte man die Sache wiederholen. Da man aber nicht jedesmal Billy Graham einfliegen kann, haben wir einen Verkündiger genommen, der genausogut vom Evangelium spricht, aber keinen übersetzer braucht:
Ulrich Parzany, Generalsekretär des CVJM Gesamtverbandes Deutschland e.V.
Nach 1993 wurde ProChrist mittlerweile 1996, 2000 wiederholt und findet 2003 zum vierten Mal insgesamt und zum dritten Mal mit Ulrich Parzany statt.
Und diesmal wollten wir auch dabei sein. Nachdem die letzten Male die FeG Neumarkt die übertragungen im Rahmen ihrer Gemeinde veranstaltet hat, beschlossen dieses Mal die FeG, die Evangelische Kirchengemeinde und der CVJM , dass sie eine gemeindeübergreifende Veranstaltung wagen wollen.
Zuerst standen natürlich die Sondierungsgespräche zwischen den teilnehmenden Gemeinden an, da eine so große gemeindeübergreifende Aufgabe bisher noch nicht angepackt worden war. Aber es gab keine großen Probleme, was die Zusammenarbeit betraf.
Die Aufgaben wurden unter den Mitarbeitern der einzelnen Gemeinden verteilt, wie z. B. Fahrdienste, Verkauf von Bratwurstsemmeln, Begrüßungsdienst, Moderator, Buchverkauf, Ordner, Technikbeauftragter usw.
Es gab einiges zu erledigen, denn nur das Hauptprogramm wird aus Essen übertragen, aber um das Drumherum muß sich jeder Übertragungsort selbst kümmern. Und neben den ganzen Jobs im Hintergrund gab es vorher und nachher auch noch ein kleines örtliches Programm. Hier eine kleine Übersicht, was an den einzelnen Tagen vor Ort bei uns los war:
- Sonntag, 16. März: Der Gospelchor der Ev. Kirchengemeinde singt.
Dekan Bub interviewt Landrat Albert Löhner über das heutige Thema: "Unglaublich - das Leben ist einmalig" - Montag, 17. März: Die Bläsergruppe Ebenried spielt und es werden Sketche aufgeführt zum Thema "Unglaublich - Gott schreibt Liebesbriefe"
- Dienstag, 18. März: Es singt der Chor der Freien evangelischen Gemeinde und Pfr. Herbert interviewt Karl Nidermayer vom Circus Sambesi zum Thema "Unglaublich - wozu ein Mensch fähig ist"
- Mittwoch, 19. März: Musikabend mit Merle Niedlich (Klavier) und Evelin Langer-Schmidt (Klarinette).
Gespräch mit Architekt Distler zum Thema "Unglaublich - ein Neuanfang ist möglich" - Donnerstag, 20. März: Es singt der Gospelchor der Christuskirche und optische Täuschungen werden vorgeführt zum Thema "Unglaublich - was Menschen alles glauben"
- Freitag, 21. März: Musik von Michael Schmiedel (Klavier) und Astrid Staubitzer (Flöte). Und Sketche zum Thema "Unglaublich - Gott geht zu Boden"
- Samstag, 22. März: Jassmusik mit Markus Meier. Der Leiter des Hochbauamtes Thomas Beygang erzählt zum Thema "Unglaublich - Wort wirken Wunder"
- Sonntag, 23. März: Um 9 Uhr hält Pfr. Herbert einen ökumenischen Gottesdienst.
Abends sind der Chor der Freien evangelischen Gemeinde.
Pfr. Herbert interviewt Heinrich Heberler zum Thema "Unglaublich - die Angst wird entmachtet"
Acht Tage lang hatten wir nun europaweit an die 1,7 Mio. Besucher, 1465 davon in Neumarkt. Das Resümee zieht Pfr. Herbert, der Hauptverantwortliche der Ev. Kirchengemeinde, in einem Interview der Neumarkter Nachrichten knapp eine Woche nach Ende von ProChrist 2003 (Interviewerin ist Katja Kölbl):
"... Wir sind mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden. Täglich haben rund 170 Besucher die Liveübertragung der Predigten von Ulrich Parzany in der Aula des Neumarkter Landratsamtes mitverfolgt. Der ungewöhnliche Stil der Verkündigung des Evangeliums hat nur einige wenige gestört. Viele haben bei der Übertragung aus Essen spontan Beifall geklatscht. ... ProChrist geht weiter. Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde, die FeG und der CVJM bieten weiter Gesprächskreise an, die sich mit der Bibel, den Höhen und Tiefen des Christseins oder dem Gespräch mit Gott beschäftigen. Außerdem überlegen wir, wie wir das Evangelium Fragenden, Suchenden und Zweifelnden live und im Dialog nahe bringen können."
Autor: Reinhard Müller
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